Thursday, 19 February 2026

Louise - poëme champêtre en trois idylles

Es ist Februar, ein kalter, nasser, teilweise verschneiter Februar. Kurzum, das perfekte Wetter, um sich zu verkühlen und sich danach wehmütig an die Ermahnungen von St. Ursins "Die Damen mögen sich doch bitte warm einpacken*" zu erinnern, während man warm eingewickelt mit Theetasse und leichter Lektüre auf dem Sopha liegt... (*paraphrasiert aus seinem Buch "L'ami des femmes")

Die Trouvaille: 

Vor zwei Jahren führte mich mein Weg unter den Berner Lauben wieder einmal beim Antiquariat Thierstein vorbei. In der Thierstein'schen Handlung habe ich schon so manchen schönen Fund gemacht, grad die Kiste mit den Einzelbänden, die in der Laube steht, lässt mich bei jedem Gang innehalten - so auch dieses Mal. Flugs zwei Bändchen entdeckt: Die Poésies de Monsieur le Marquis de la Farre, von 1777 - zugegeben etwas ausserhalb meines normalen Rahmens - verlegt in Genève.
Und: "Louise, un poëme champêtre en trois idylles" von Voss. Die Voss'sche Luise auf französisch? Die musste natürlich mit. 


Praktische Grösse, um es sich mit der Lektüre auf dem Sopha bequem zu machen.



Sabine von Kleidung um 1800 hat mir vor einigen Jahren, als ich dringend auf lichte und schöne Erzählungen angewiesen war, einen reizenden, selbst gefertigten Nachdruck der Luise geschenkt. Wann immer die Stimmung kippt, reichen einige Seiten, und man ist wieder besser gestimmt. (Bitte nicht verwechseln mit Therese Hubers Luise. Davon bekommt man - grad als Frau - Depressionen...) Die schönen Alexandriner des Originals haben die Übersetzung ins Französische nicht überstanden, aber es ist auch so eine schöne Lektüre.


Das kleine Bändchen. Misst gerade mal 13.5 x9cm!

Unter Liebhabern "unserer" Zeit tauscht man sich ja gerne aus, so kam es kurz danach zum (online) Gespräch mit Jan Mende, dem Kurator und Museumsleiters des Knoblauchauses in Berlin über die Luise, dabei wollte ich ihm den Fund nicht vorenthalten - und es ergab sich automatisch auch die Frage: "Von wann ist das denn?" 


Unten auf dem Titelblatt sieht man eine 9. Könnte es sich dabei um das Jahr 9 handeln? Oder um einen 9 Band einer (unbekannten) Buchreihe?


Erster Schritt: 

Ein Tabellenprogramm auf, gallica.bnf.fr an, und mal versuchen, die Adresse des Libraires Madran "rue pavée de Saint André des Arts, No 16" einzugrenzen. 

Resultat: ab 1798 bis 1804 sind die Bücher mit der Adresse versehen. 


Wo in Paris ist das bitte? Dank dem "Neuesten Plan der Stadt Paris", erschienen 1799 im Verlage des Industrie Comptoirs, lässt sich das auch herausfinden. Hier als Vorsatzpapier bei Bénédicte de Savoys Buch über Helmina von Chézy (Berlin, 2009) verwendet.


Fassen wir zusammen: Erste Eingrenzung: 1798-1804. 


Nächster Schritt, die Neuerscheinungslisten:


Das ist im Paris der Zeit Roux' Journal de Typographique et Bibliographique - eine fantastische  Ressource, die mir schon oft geholfen hat. (Allerdings ist man etwas aufgeschmissen, wenn man ganz ohne Eingrenzung rangeht) 


Das Digitalisat ist aus New York, dankbarerweise verfügbar via Google Books https://books.google.ch/books?id=tDwRAAAAIAAJ&newbks=1&newbks_redir=0&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

 zu finden. Wenn man öfters mit französischen Publikationen der Sattelzeit zu tun hat, empfehle ich, das PDF auf den eigenen Rechner zu packen



 

Unter Des Ouvrages nouveaux publiés dans la IVme. année du JOURNAL BIBLIOGRAPHIQUE. Ier. vendémiaire, au 30 Fructidor an IX. (22 Sept. 1800, au 21 Sept. 1801), Buchstabe "L": Louise, poême champêtre. Maradan.


Unten rechts

Entsprechend dürfen wir wohl annehmen, dass die etwas unmotiviert und unetikettiert dastehende 9 (erinnert mich an einen Mathelehrer: "9? Neun was? Franken? Kuchen? Kühe? Die Einheit gehört mitdran") tatsächlich das Jahr bezeichnet. 


Nochmals besten Dank an Jan Mende, dessen Nachfrage mich auf die amüsante und überraschend kurze Suche geschickt hat. 



Etwas schönes Vorsatzpapier im ansonsten schlichten Bändchen



(Zwischenzeitlich hab ich auch noch den Blog eines Bibliophilen aufgetan, der sich die Mühe gemacht hat, viele der Erscheinungen Maradans zeitlich einzugrenzen - und viele mehr listet, als ich es mit der BNF geschafft hab. Spoiler: die Louse ist nicht dabei)

https://histoire-bibliophilie.blogspot.com/2018/04/claude-francois-maradan-1762-1823.html



Weiterführendes:


VOSS, Johann Heinrich: Luise: ein ländliches Gedicht in drei Idyllen, Königsberg, 1795.

VOSS, Johann Henrich: Louise. Un poëme champêtre en trois idylles. Paris An 9.


ROUX, P.: Journal de Typographique et Bibliographique, Paris 1801.


SAVOY, Bénédicte (hg): Hélmina von Chezy: Leben und Kunst in Paris seit Napoleon I. Akademie Verlag, Berlin 2009.


Saturday, 3 June 2023

äuß’re Ruhe, inn’re Wonne; - “Das epische Vollglück in der Beschränkung”

So regte Prof. Eibach an der Uni Bern im Dezember 2022 eine Vorlesung über Biedermeier und Vormärz seine Studierenden zum Nachdenken an. Mit seiner Definition der Idylle: "Das epische Vollglück in der Beschränkung, ein Glück im Winkel." (Frei nach Jean Pauls “epische Darstellung des Vollglücks in der Beschränkung”)

Ein stiller Moment über Mittag im Garten am Stern
Photo. A. Reeves, Juni 2022

Ich selbst befinde mich derzeit zwischen Semesterende und Arbeitssommer - in dieser kurzen, schwebenden Zeit, wo man sich ein, zwei Tage der Ruhe gönnt, ehe einen das Leben wieder einholt. Ein Leben gefüllt mit traurigen Nachrichten aus dem Freundeskreis und Schreckensmeldungen aus der grossen weiten Welt, von langen Arbeitstagen und vollen Terminkalendern.

Da fällt es einem doch auch auf, wie gut einem etwas “Glück im Winkel” tun kann – zu Neudeutsch die Entschleunigung – in einer ruhigen Leseecke, wo man das lesen kann, was man möchte (nicht das, was man muss/sollte), einem Balkon mit blühenden Töpfen, einer Tasse gutem Thee – und man sich einen bewussten Moment der Ruhe gönnt. Dieser kleine Luxus des Innehaltes, dieses 20 Minuten lang die Welt Welt sein lassen. 

Heute hat mich Beethovens Chorphantasie Op. 80 (von 1808) auf dem kalten Fuss erwischt. Statt wie gewohnt zur Musik zu schreiben sass ich da und lauschte. Die 20 Minuten taten einfach nur gut, sie waren eine unerwartete Wohltat. 

Wer auch mithören möchte, hier die wunderbare Interpretation von 
Alice Sara Ott und das Insula Orchestra mit Laurence Equilbey am Dirigentenpult:


Daher meine Bitte an all diejenigen, die wie ich keine geregelten Wochenenden haben, oder auch an all die, die diese haben aber sich selbst jede Ecke Zeit wegplanen, an diejenigen die vor lauter Arbeit nicht mehr wissen, wo der Kopf steht, an diejenigen, die gegen innere Dämonen kämpfen: Gönnt Euch etwas von diesem epischen Vollglück in der Beschränkung. Es braucht zwar etwas Übung und Überwindung des eigenen schlechten Gewissens, des "ich sollte doch noch..." Nein. Stellt das Telefon ab, setzt meinetwegen eine Kalendernotiz für einen Moment nur für Euch, aber nehmt Euch diesen Moment. Ihr müsst nichts hochtrabendes Lesen. Oder über einen besonders speziellen Thee sinnieren, Euch in eine Meditation zwingen, die euch fremd ist: Giesst Euch das ein, was Euch gut tut, selbst wenn es nur eine Viertelstunde unter einem Baum mit einer Aludose ist. Zug verpasst? Ärgert Euch nicht, sondern setzt Euch auf ein Bänkchen, und geniesst die geschenkte halbe Stunde, ärgern kann man sich nachher wieder. 

Oder wie Christoph Kuffner in seinem Text der Chorfantasie schrieb:

Schmeichelnd hold und lieblich klingen
unsers Lebens Harmonien,
und dem Schönheitssinn entschwingen
Blumen sich, die ewig blüh’n.

Fried und Freude gleiten freundlich
wie der Wellen Wechselspiel;
was sich drängte rauh und feindlich,
ordnet sich zu Hochgefühl.

Wenn der Töne Zauber walten
und des Wortes Weihe spricht,
muss sich Herrliches gestalten,
Nacht und Stürme werden Licht,

äuß’re Ruhe, inn’re Wonne,
herrschen für den Glücklichen
Doch der Künste Frühlingssonne
lässt aus beiden Licht entsteh’n.

Großes, das ins Herz gedrungen,
blüht dann neu und schön empor,
hat ein Geist sich aufgeschwungen,
hallt ihm stets ein Geisterchor.

Nehmt denn hin, ihr schönen Seelen,
froh die Gaben schöner Kunst.
Wenn sich Lieb und Kraft vermählen,
lohnt dem Menschen Göttergunst.

Damit ein Ende des "Worts zum Samstag" - nun geht es beschwingt wieder zurück an die Tastatur, es warten einige Seiten Transkription. 

P.S.: Lest mehr Idyllen. Ja, sie sind seicht. Ja, es ist keine hochstehende Literatur. Aber sie sind Seelenbalsam.

Sunday, 28 May 2023

Die "pompejanische Bank" oder "Ein geschmackvoller Blumensitz"

 Die "pompejanische Bank" oder "Ein geschmackvoller Blumensitz"

Schlendert man an der historischen Herzogin Anna Amalia Bibliothek vorbei und betritt man den Park an der Ilm via den ehemaligen Hauptzugang des Parks am Haus der Charlotte von Stein, so fällt der Blick als erstes auf eine einladende Rundbank. 


Photo: A Reeves, 2023

Die sogenannte "Pompejanische Bank" steht entsprechend dem einstigen Gedanken, gleichsam als Boudoir und Balkon des Parks, ungeschützt von Bäumen und Blicken direkt ausgesetzt – Was nicht zum Nachteil des Ortes ist, vermutlich könnte die heutige Parkaufsicht da sonst regelmässig ein Vermögen an Flaschenpfand und Abfall einsammeln – die meisten Spaziergängerinnen und Spaziergänger hasten auf der Suche nach Erholung oder auf der Jagd nach Schnappschüssen nach einem flüchtigen Blick an ihr vorbei. Dabei wäre die Bank auch einen zweiten oder dritten Blick, oder ein Probesitzen wert. (Auch wenn heute der vorbei rauschende Autoverkehr und der traurige Anblick der Ruine des Hauses der Frau von Stein die Stimmung etwas beeinträchtigt)

Schauen wir uns die Bank doch mittels einer zeitgenössischen Schilderung an – Friedrich Justin Bertuch beschreibt sie in der April Ausgabe des Jahres 1800 wie folgt: 


"Eine der der geſchmackvollſten Formen für einen ſolchen lieblichen Blumenſitz ist gewiß die in dem hieſigen Herzogl. Parke auſgeführte Anlage, davon wir hierbey (Taf. 12) die Anſicht liefern. Sie beſteht in einem 24 Fuß weiten und 12 Fuß tiefen Halbzirkel, welcher 3 Stufen hoch über den Erdboden erhaben, und mit einer dekorierten Brüſtungsmauermauer von gehauenen Sandſteinen umgeben iſt. Innen herum läuft ein hölzerner Sitz, der auf Tragſteinen ruht und ſich vorne hinter zwey ſtarken ſteinernen Greifenklauen, welche gleichſsam die Armlehnen davon machen, endiget. Ueber der Bank läuft eine ſchön en Basrelief gearbeitete Bande, mit einer Blumenarabeſke herum. Auf die Pfeiler der Mauer, welche Ausladungen haben, kann man die ſchönsten und prächtigſten Treibhauspflanzen, jede in ihrem Flor, in ſchön geformten und verzierten Blumentöpfen, entweder aus der hieſigen Klauerſchen, oder aus der Höhlerſchen Fabrik in Berlin ſetzen, und auf dieſe Art die Schönheiten der Natur und Kunſt mit einander verbinden. Dieſer Blumenſitz iſt an einem der Hauptwege des Parks angelegt, und in eine ſchöne Parthie der Pflanzungen hineingeſchnitten, ſo daß er durch dieſselbe eine angenehme grüne Rückwand und Schatten erhält." (1)

Journal des Luxus und der Moden, April 1800, Tafel 12. Via ThULB/DFG

Doch was hat es mit dieser Bank auf sich? 
Die antiken Kulturen der italienischen Halbinsel waren schon seit Jahrzehnten "In" - nach Goethe, Meyer und vielen anderen reisten auch Herder, sowie Anna Amalia mit einer kleinen Gesellschaft begeistert (abgesehen von Herder, dessen Begeisterung war eher im unterirdischen Bereich angesiedelt...) und lange (vom 15. August 1788 bis 18. Juni 1790) kreuz und quer durch die verschiedenen italienischen Länder. 
Italien, wie wir es heute kennen ist erst seit 1861 ein einheitliches Staatsgebiet, zu Zeiten Anna Amalias war Italien eine in verschiedene Fürstentümer und den Kirchenstaat zerteilte Halbinsel, aber auch eine Idee, die Suche nach den idealen der Antike und damit verbunden die Suche nach eine Sinn in einer Zeit, in der die über Jahrhunderte gewachsene Gesellschaftsnormen, -strukturen und Werte zunehmend in Frage gestellt wurden. 

Luise von Göchhausen, die Begleiterin und Vertraute Anna Amalias führte ein Reisetagebuch, welches uns etwas Einblick in die Disparität der Zeit gibt: Die des Lebensalltags der Menschen vor Ort wie auch in die Gedankenwelt der gebildeten Oberschicht der Zeit:


Ein Bild Tischbeins, der die Herzogin während der
Reise portraitierte, zeigt diese auf der Exedra des Grabmals
der Mamia sitzend.
Quelle: https://www.klassik-stiftung.de/digital/
fotothek/digitalisat/80-2012-0676/ 

"Den 26 [September 1789] Ich kaufte Vormittag einige Steine von Pompeï [...]" (2)
 
"Den 1ten October [1789] [...] Nach 12 Uhr kamen wir in Pestum(3) an, wenige Häußer stehn sieht man in der Gegend und dienen Menschen sind wandelnde Bilder von Armuth und Kranckheit, das scheint blos von Mangel an Cultur so gedrückt zu seyn. Der Anblick der 3 Tempel wendet einen sehr angenehm von jenen Bildern des Elends ab." (4)



 









Détail der pompejanischen Bank in Weimar
Photo: A. Reeves 2023
(Wer wissen möchte, wie dies heute aussieht, dem sei diese Seite sehr empfohlen: https://www.romeartlover.it/Pompeii8.html. Der Autor und Photograph Roberto Piperno erwähnt dabei auch unsern Tischbein und Anna Amalia; generell ist die Seite für Menschen, die nicht so einfach nach Italien reisen können oder einfach Erinnerungen auffrischen wollen einen Besuch wert. Wer das Glück hat, selbst in den Süden reisen zu können - die Exedra befindet sich in der Necropole der Porta Ercolaneo.)













Zurück nach Weimar: 


"Und and dem Ufer steh ich lange Tage, 
Das Land der Griechen mit der Seele suchend;"
(Iphigenie auf Tauris, 1. Aufzug, 1. Auftritt)

Da wurde, was zehn Jahre zuvor noch neu und nur wenigen privilegierten Reisenden vorbehalten war, 1799 en grandeur nature umgesetzt: Die Verbindung zwischen Kunst und Kultur. Entsprechend wurde die Bank in Auftrag gegeben und aus lokalem Berkaer Sandstein gefertigt. Anders als die pompejanische Vorlage besteht die Sitzbank selbst aus Holz. Das ist nicht, wie erst gedacht, ein modernes Zugeständnis; denn Bertuch schilderte bereits: "Innen herum läuft ein hölzerner Sitz, der auf Tragſteinen ruht". Hingegen könnte ich mir denken, dass es den klimatischen Bedingungen Thüringens eher entspricht, auf Holz statt auf Sandstein zu sitzen.

Aufnahme Gabriela Gehrig, 2023
Entgegen Bertuchs Beschreibung, das solche Sitze ein Ort seien "wo ſich eine kleine Gesellschaft des Morgens zum Frühstück und des Abends zum Thee verſsammeln, sich hinſsetzen und die Reize der Natur und der freundlichen Gesellschaft genießen kann. [...]" haben wir uns an einem warmen Mainachmittag dahin begeben. 










In der Nachmittagssonne war es dennoch ein angenehmer Sitz, die beinahe schon sommerlichen Temperaturen liessen die Erinnerung an Sommerferien in Italien hochsteigen, Goethens Iphigenie in den Händen taten das Ihre, dass man da gar nicht mehr weg wollte.

Aufnahme Gabriela Gehrig, 2023
"So steigst du denn, Erfüllung, schönste Tochter
Des größten Vaters, endlich zu mir nieder!
Wie ungeheuer steht dein Bild vor mir!
Kaum reicht mein Blick dir an die Hände, die,
Mit Frucht und Segenskränzen angefüllt,
Die Schätze des Olympus niederbringen.
Wie man den König an dem Übermaß
Der Gaben kennt – denn ihm muß wenig scheinen,
Was Tausenden schon Reichtum ist –, so kennt
Man euch, ihr Götter, an gesparten, lang
Und weise zubereiteten Geschenken.
Denn ihr allein wißt, was uns frommen kann,
Und schaut der Zukunft ausgedehntes Reich,
Wenn jedes Abends Stern- und Nebelhülle
Die Aussicht uns verdeckt. Gelassen hört
Ihr unser Flehn, das um Beschleunigung
Euch kindisch bittet; aber eure Hand
Bricht unreif nie die goldnen Himmelsfrüchte,
Und wehe dem, der, ungeduldig sie
Ertrotzend, saure Speise sich zum Tod
Genießt. O laßt das lang erwartete,
Noch kaum gedachte Glück nicht wie den Schatten
Des abgeschiednen Freundes eitel mir
Und dreifach schmerzlicher vorübergehn!"
(3. Aufzug, 1. Szene)


Die Verlockung nach einem Gefrorenen en face des Wittumspalais an der Esplanade war dann aber doch zu gross, so dass ich meine geduldigen Freundinnen nicht mehr länger auf diese Erfrischung warten lassen wollte und das kleine Stück Italien hinter mir liess.

Aufnahme: Gabriela Gehrig, 2023

Dem aufmerksamen Betrachter wird es nun nicht entgangen sein, dass die von Bertuch beschriebenen Vasen, welche lokal bei Klauer, wie auch bei Höhler in Berlin bestellt werden konnten (Schleichwerbung für die Produzenten des bon goût ist bimeicht kein Phänomen der heutigen Zeit), auf den heutigen Bildern fehlen. 

via Pinterest Account der Klassikstiftung Weimar.
 https://www.pinterest.de/pin/498351515025747540/


1999 wurde die Bank durch die Klassikstiftung Weimar wieder durch die von Bertuch beschriebenen Zustand zurückversetzt – diese Vasen wurden jedoch schon im Jahr darauf mutwillig zerstört. Im Juli 2004 machte die Klassikstiftung einen erneuten Anlauf – wiederum vergebens(5), die Bank stand bei all unseren Besuchen ohne Blumenschmck da. Warum immer alles, was schön sein und das Gemüt erfreuen soll, zerstört werden muss, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.














Abschliessen möchte ich diesen kurzen Ausflug in die nördlichste Stadt Italiens nach Weimar mit der Ermunterung, sich einige Tage Zeit für die Parks zu nehmen. Die Weimarer Klassik ist nicht umsonst Teil des UNESCO Weltkulturerbes, die Parks und Gärten verdienen als Gartendenkmäler erwandelt, erkundet zu werden. Die Seele baumeln lassen, dem Gemüt durch die verschiedenen Grüntöne und schönen Sichtachsen gleichsam Entspannung wie auch angenehme Reize zukommen zu lassen. Sich hinsetzen, den Tag geniessen, bei jedem Wetter bieten die Parks Erholung.


Fussnoten:
1) Journal des Luxus und der Moden April 1800, S. 208-209.
2)  Göchhausen, S. 104.
3) Paestum
4)  Göchhausen, S.106.
5)  https://www.klassik-stiftung.de/service/presse/pressemitteilung/neue-vasen-fuer-pompejanische-bank/


Transkription:
Journal des Luxus und der Moden, April 1800 S.208-209.

VII. Gartenkunst

Ein Blumensitz von geschmackvoller Form.

In engliſchen Gärten hat man gern ohnweit des Wohnhauſes einen angenehmen Platz, wo ſich eine kleine Gesellschaft des Morgens zum Frühstück und des Abends zum Thee verſsammeln, sich hinſsetzen und die Reize der Natur und der freundlichen Gesellschaft genießen kann. Ein ſolches Plätzchen, das gleichſam das  Boudoir des Gartens iſt, ſchmückt man gern mit den ſchönſten Blumen des Gartens und des Treibhauſes, und es erlaubt nicht nur, ſondern es fordert ſogar mehr und ſorgfältigere Verzierung von der Kunſt, als andere größere Parthien des Gartens. 
Die Anlage davon richtet ſih immer nach dem Orte, den man dazu wählt, ſeinen nahen Umgebungen, von Pflanzungen, Gebäuden, oder nach einer ſchönen Ausſicht, die man dabey benutzen kann; kurz, die Formen davon ſind ſo verschieden, und mannichfaltig, als die Parthien eines Engl. Gartens ſelbst; und ein geſchickter Gartenkünſtler wird, wenn er erst das Local kennt, um die ſchickliche Form nicht verlegen seyn.

Eine der der geſchmackvollſten Formen für einen ſolchen lieblichen Blumenſitz ist gewiß die in dem hieſigen Herzogl. Parke auſgeführte Anlage, davon wir hierbey (Taf. 12) die Anſicht liefern. Sie beſteht in einem 24 Fuß weiten und 12 Fuß tiefen Halbzirkel, welcher 3 Stufen hoch über den Erdboden erhaben, und mit einer dekorierten Brüſtungsmauermauer von gehauenen Sandſteinen umgeben iſt. Innen herum läuft ein hölzerner Sitz, der auf Tragſteinen ruht und ſich vorne hinter zwey ſtarken ſteinernen Greifenklauen, welche gleichſsam die Armlehnen davon machen, endiget. Ueber der Bank läuft eine ſchön en Basrelief gearbeitete Bande, mit einer Blumenarabeſke herum. Auf die Pfeiler der Mauer, welche Ausladungen haben, kann man die ſchönsten und prächtigſten Treibhauspflanzen, jede in ihrem Flor, in ſchön geformten und verzierten Blumentöpfen, entweder aus der hieſigen Klauerſchen, oder aus der Höhlerſchen Fabrik in Berlin ſetzen, und auf dieſe Art die Schönheiten der Natur und Kunſt mit einander verbinden. Dieſer Blumenſitz iſt an einem der Hauptwege des Parks angelegt, und in eine ſchöne Parthie der Pflanzungen hineingeſchnitten, ſo daß er durch dieſselbe eine angenehme grüne Rückwand und Schatten erhält. Man kann auch einen ſolchen Blumenſitz in einer Entfernung von etwa 4 Fuß, mit einem ſogenannten Roſenmantel, oder einem Eſpalier von der Tapetenroſe, (Roſa turbinata) welche 18 bis 20 Fuß hoch ſteigt, umgeben, welches eine überaus ſchöne Wirkung thut.
F. J. Bertuch.


Bibliographie und weiterführende Literatur:

Quellen:
Journal des Luxus und der Moden. Herausgegeben von F[riedrich] J[ustin] Bertuch und G[eorg] M[elchior] Kraus. Funfzehnter Band. Jahrgang 1800. Mit ausgemahlten und schwarzen Kupfertafeln. Weimar, 1800. Im Verlag des Industrie-Comptoirs. 670 S. [Nebst] Intelligenz-Blätter. (CCLX) S. und Gesamtregister. [10 S.]
Monat April https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00055552

Editierte Quellen:
Göchhausen, Luise; Brandsch Juliane (Hg): "Es sind gar vortreffliche italienische Sachen daselbst". Luise von Göchausens Tagebuch ihrer Reise mit Herzogin Anna Amalia nach Italien, vom 15. August 1788 bis 18. Juli 1790. In: Schriften der Goethe-Gesellschaft Band 72, Göttingen 2008.

Sekundärliteratur:
Kollar Elke. Anna Amalias Erinnerungen. In: Das Land der Griechen mit der Seele suchend. Antikenrezeption im Kontext der Weimarer Klassik. Klassik Stiftung Weimar, Referat Forschung und Bildung. Materialien für Lehrerinnen und Lehrer Band 1. S. 9. Weimar 2012.

















Monday, 11 July 2022

Les fleurs artificielles sont encore le genre de coëffure qui sied le mieux aux dames

Kürzlich trug ich für ein Ensemble von 1804 ein Diademe aus Seidenrosen, aber auch ein paar Jahre später hatte "Centyeux" ganz klare Ansichten zum Thema "Schmuck"





    Les fleurs artificielles sont encore le genre de coëffure qui sied le mieux aux dames, qui épuise le moins la bourse des maris, et par conséquent le plus généralement adopté. Les diamans et les pierres précieuses ont bien aussi leurs charmes; mais n'en a pas qui veut, et souvent celle qui en porte, pleure en secret le moment où la fantaisie lui a pris de se faire si brillante. Aussi ne voit-on de diamans qu'aux femmes extrêmement opulentes, et à celles qui sont bien loin d'être. Les dames qui occupent un juste milieu dans la société ne veulent point d'une parure dont l'éclat les rendroit suspectes: dans un pays où tout brille de luxe et de toilette, elles ne peuvent s'en tenir raisonnablement à la simple nature; mais elles n'emploient l'artifice que pour les fleurs: artifice bien innocent et bien excusable, qui embellit leur figure sans porter atteinte à la pureté de leur ame.
    LE CENTYEX


Journal des Dames et des Modes No. 1 (Quinzième Année.) 5 Janvier, 1811.
Via Bunka Gakuen https://digital.bunka.ac.jp/kichosho/file/No.414/414-0015-003.jpg

Saturday, 19 June 2021

Den Trank, den auch der Geringste nicht zu entbehren vermag: Limonade


[...]Ich muss doch hier von den Herumträgern sprechen[...]. Einige gehen herum mit Fäßchen Eiswasser, Gläsern und Zitronen, um überall gleich Limonade machen zu können, einen Trank, den auch der Geringste nicht zu entbehren vermag [...]
Goethe an Herder, aus Neapel, den 28. Mai 1787 (JWG „Italienische Reise“, Ausgabe Deutscher Taschenbuch Verlag - dtv, 2011)


Der heutige Blogbeitrag ist gewidmet:
Citronenbaum, Isola Bella (Isole Borromee)
Photo A. Reeves, 2018




Den Auftakt haben wir mit Goethens Kommentar an Herder bereits, wenn man nach ihm ginge, bedürfte dieser erfrischende Getrank nur Eiswasser und Zitrone. (Eiswasser Anno 1787! (Auf derselben Reise begegnete Goethe auch dem Ritter Hamilton sah sowohl dessen berühmte Sammlung, wie auch Miss Hart, die spätere Lady Hamilton- und schon schliesst sich der Kreis wieder)

Auch heute gehört Limonata in Neapel zum Sommer, wie die Sonne und der Vesuv. Heute bekommt man die beim Acquafrescaio immer ganz frisch hergestellt aus 1-2 Zitronen (Vorzugsweise Amalfi-Zitronen), frisch gepresst, Mineralwasser, etwas Zucker (meist in Sirupform vorbereitet), etwas Bicarbonat, welches nur einen Augenblick vor dem ersten Schluck beigegeben wird. (Dann sofort trinken, sonst schäumt es über) Die Verhältnisse der Zutaten ist von Verkäufer zu verschieden, wer möchte, darf sich gerne auf eine 2-minütige Kurzreise nach Neapel begeben, und den verschiedenen Limonadenverkäufern über die Schulter gucken. 




(Falls das Video nicht funktioniert, bitte den Link https://youtu.be/D59qJhyYDTA benutzen)


Doch wie war das zur Goethezeit?
Beginnen wir mit Krünitz:

Limonade, die, im Plur. die -- n, doch nur, wenn von mehreren Arten die Rede ist, aus dem Franz. Limonade, und dieses aus dem Ital. Limonata, ein kühlendes Getränk von Wasser, Zucker und Limonen= oder Citronen=Saft.

Obgleich sich alle Arten der Citronen oder Limonen, die einen sauren Saft enthalten, zur Zubereitung der Limonade schicken, so muß man vorzüglich doch diejenigen Sorten dazu wählen, welche man aus Italien und Portugal bringt, weil diese diejenigen weit übertreffen, welche aus dem Fürstenthume Monaco oder aus Provence kommen. […] Die italienischen und portugisischen Citronen erkennet man nicht nur an ihrem angenehmeren Geruche und Geschmacke, sondern auch daran, daß sie nur halb so viele Kerne in sich haben als die andern.

Bey der Verfertigung der Limonade muß man zuvörderst darauf Rücksicht nehmen, daß nicht alle Theile der Citronen von gleichen Bestandtheilen und von gleicher Wirkung sind. Nur der innere Saft ist von kühlender Natur. Das in der Schale befindliche Oehl, und die sonstigen aromatischen Theile sind erhitzend. Je nachdem man von dem einen oder dem andern verhältnißmäßig mehr in die Mischung thut, wird das Getränk auch mehr oder weniger kühlend.

Will man ein Getränk haben, welches bloß kühlend ist, so ist die einfachste Art dabey zu verfahren diese. Man läßt 5 Unzen weißen Zucker in einer Pinte (Eine Pinte Wasser wiegt 1 1/2 Pfd) recht hellen Wassers schmelzen, nimmt 2 -- 3 gute Citronen, wischt sie gelinde ab und schneidet sie mitten durch. Jede dieser halben Citronen drückt man alsdann mit den Händen dergestalt aus, daß die Behältnisse, worin sich der Saft befindet, platzen, und der Saft in das Zuckerwasser fließe. Diese Mischung wird darauf durch einen tuchenen Filtrir=Sack geseihet und an einem etwas kühlen Orte zum Gebrauche aufbewahrt.[…]

Das entspricht ungefähr dem, was Goethe berichtet. Aber auch hier wieder - Zuckersirup!

[…]Soll die Limonade indessen minder kühlend seyn, so schneidet man die Hälfte der gelben Rinde dieser Frucht in sehr dünne Schälchen ab, und läßt sie 20 -- 30 Minuten in dem Zuckerwasser ausziehen, schneidet dann, wie oben erwähnt ist, die Citrone durch und drückt sie aus.[…]

Also sehr nah an dem, was wir heute als Citronensirup kennen.

[…] Die Limonade wird aber sonst auch noch auf verschiedene Weise gemacht. Einige nehmen z. B. auf eine Kanne frisches Brunnenwasser drey bis vier Citronen, schneiden die äußere gelbe Schale ab, werfen sie in das Wasser, decken das Gefäß zu, und lassen es ein paar Stunden stehen; nachher drücken sie den Saft von den geschälten Citronen vollends hinein, lassen es wieder eine halbe Stunde stehen, seihen das Wasser durch ein dichtes Tuch, und werfen so viel gestoßenen Zucker hinein, als sie für nöthig erachten. Hierauf gießen sie es einige Mahle aus einem Gefäße in das andere, und lassen es auch noch wohl einmahl durch das Tuch laufen, damit der Trank recht klar wird.

Andere hängen auch gleich anfangs etwas zerknickten Coriander und gestoßenen Zimmt in ein Säckchen gebunden hinein, und lassen es so einen halben Tag stehen. Noch andere reiben auch noch zwey oder drey Gran Bisam mit sechsmahl so viel Zucker auf einem Reibstein so lange unter einander ab, bis man keinen Bisam mehr sieht, und thun es hernach unter die Limonade, welche sie hierauf noch etliche Mahle abgießen.

Andere geben sich weniger Mühe, und nehmen nur zwey bis drey Citronen nebst vier Loth Zucker auf eine Kanne Brunnenwasser, schneiden sie scheibenweise, werfen beydes zusammen in Wasser, lassen den dritten Theil davon einkochen und seihen es endlich, wenn es kalt ist, durch ein Tuch.

Nach einer andern Methode nimmt man sechs Citronen, reibt von einer derselben die Schale mit Zucker ab, und preßt den Saft von allen aus. Alsdann kocht man 1 lb Zucker mit Wasser ganz dick und vermischt ihn mit dem Citronensafte, nebst den auf Zucker abgeriebenen Citronenschalen. Dieses läßt man zusammen eine kleine Viertelstunde durchkochen, füllt es in Flaschen, und thut davon nach Belieben unter ein Glas Wasser zum Trinken. *
*Preußischer Volksfreund. 1798. IX. S. 1138.
[…]

Auch bietet Krünitz noch ein Rezept zu einem Limonadenpulver, für eine Instant-Limonade, das dürfen Sie, dürft Ihr, gerne selbst nachlesen gehen, die Quellen sind unten nochmals verlinkt.

Citronen, Citronen und noch mehr Citronen. 
Isola Bella, eine der drei borromeeischen Inseln im Lago Maggiore. Immer wieder einen Besuch wert. (Und im kleinen Café im Park gibt es - wie man hofft und insgeheim erwartet: Limonade)
Photo: A. Reeves 2018

Und nun zu unserem Weimarer Freund - Monsieur le Goullon:

Limonade
Man nehme zu einem Maas Wasser drey Stück schöne saftige Citronen, reibe das gelbe von einer Citrone auf Zucker ab und drücke den Saft von diesen drey Citronen dazu, rühre es wohl durch einander, versüße es mit einem Viertel-Pfund Zucker und lasse es durch eine Serviette laufen.
Man kann auch, wenn es beliebt, ein halb Nösel Wein darunter thun, welcher den Geschmack der Limonade sehr erhöht. 
François Le Goullon: Der Elegante Theetisch, 1809


Die Neapolitanische Limonata wird unmittelbar vor dem Genuss zubereitet. Krünitz verweist darauf, dass sich Limonade nicht länger als zwei bis drei Tage hält. Le Goullon schreibt nichts zur Haltbarkeit, hingegen ist schreibt Czerdelinczki 1799

[…]Endlich würde es ein großer Fehler seyn , wenn man limonade und andere Erfrischungse getrånke den Tag vor dem Gebrauch maden wollte . Waffer und Citronensäure find , wenn fie eine Zeitlang beisammen sind , einander contrair, und verderben eines das andere, daher die Limonade nicht eher als kurz vor dem Gebrauch gefertigt werden darf.
Man koste eine frisch gemachte Limonade, und eine, die 24 Stunden gestanden hat, so findet man, daß eine Limonade, die 24 Stunden gestanden hat, allen Geschmack verlohren habe und nicht mehr zu gebrauchen sey.[…]


Nun hoffe ich, dass alle Leserinnen und Lesern, deren Appetit auf Limonade durch diesen kurzen Ausflug nach Neapel und in die Welt der Goethezeit-Limonade geweckt wurde, in ihrer Küche Citronen, Zucker und Wasser vorfinden, um sich mit einem Getränk neapolitanischer Art zu erfrischen. Oder mit einer gekaufte Limonade, oder einem Glas Wasser mit einem Schnitz Zitrone, oder einen Citronensirup. 

Ein Selfie vom gestrigen spontanen Freistil Goethe MoMa.
Dadurch dass es ungeplant war, befindet sich eine gekaufte
italienische Limonata in meinem Glas, sie war dennoch sehr erfrischend.
(Die Frisur ist auch dem feuchtwarmen Wetter dieser Tage geschuldet, perfekt
 für lockige Steckfrisuren. 7 Minuten vor MoMa dachte ich "Warum nicht im
Gewand von 1800, wenn ich schon mal gute Haare dafür hab?")


Wen es etwas nach Neapel zieht, aber nicht reisen kann, der/dem empfehle ich das Konzert von Accordone, Marco Beasley und Pino di Vittorio “La Musica nelle Strade del Regno di Napoli” 




Wenn die anderthalb Stunden zu lange sind, dann hoffe ich, dass zumindest Pino di Vittorios Interpretation der "Tarantella del Gargano" die Limonadenpause etwas verschönt:



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Weiterführendes & Quellen:

Oekonomische Encyklopädie von J.G. Krünitz, transkribiert zu finden unter: 
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/ , die Stichwortsuche “Limonade”
Der Band 79 “Lilie - Loango” erschien 1801 respektive mit Zweitauflage 1807.
Oder noch im Original:
https://books.google.ch/books?id=WT-AdEOCA0kC&pg=PA170&dq=Limonade&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwimkubW3aPxAhVDzKQKHS1lB-oQ6AEwAHoECAgQAg#v=onepage&q=Limonade&f=false

François Le Goullon: Der Elegante Theetisch, 1809
https://books.google.de/books?id=4ik7AAAAcAAJ&dq=francois%20goullon%20der%20elegante%20theetisch&hl=de&pg=PA13#v=onepage&q=citrone&f=false

Franz Xaver Czerdelinczki “Der vollständige Conditor, Schweitzerbäcker und Destillateur” 1799 - Mit über 60 Eisrezepten!
https://hdl.handle.net/2027/nyp.33433006722163